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Ziele richtig setzen

Wie dir Ziele helfen können

Mit den Zielen ist es wie Auto fahren in einer fremden Stadt ohne Navigationssystem. Du kannst auch ohne dorthin kommen, wo du möchtest, aber wahrscheinlich nicht so schnell wie mit dem Navi.

Vorweg eines: Wenn du Sport machst, weil dir die Tätigkeit an sich Spaß macht, dann brauchst du nicht unbedingt Ziele festlegen. Hast du aber Probleme den Sport dauerhaft durchzuziehen oder fehlt dir manchmal die Motivation, können klar definierte Ziele deine Disziplin aufrecht erhalten. Es wird nicht alles nach Plan laufen, aber wenn du weißt, warum du das Ganze machst, dann wird es dir einfacher fallen.

Ein gutes Ziel wird schriftlich festgehalten. Hier bietet sich die SMART - Definition an. Außerdem sollte dein Ziel positiv formuliert sein. Es empfiehlt sich sportliche Ziele festzulegen, denn ein sportlicher Körper ist meistens auch optisch ansprechend.

SMART definierte Ziele

SMART steht für

Spezifisch

Messbar

Akzeptiert

Realistisch

Terminiert

 

Spezifisch bedeutet, dass ganz klar festgelegt wird, was du erreichen möchtest.

Dieses Ziel sollte messbar, also überprüfbar sein. Ist es nicht messbar, dann kannst du nicht nachvollziehen, wann du dein Ziel erreicht hast, bzw wie gut du auf dem Weg zu diesem bist.

Das Ziel was du festlegst, sollte von dir akzeptiert sein. Das heißt nicht, dass du dir niedrige Ziele aussuchst, weil du diese schneller erreichst, sondern dass du fest daran glaubst, dass du alles zur Zielerreichung in dir hast, und dein Ziel erreichen kannst. Ein Ziel kann Ehrfurcht und Aufregung gleichermaßen in dir hervorrufen.

Es sollte aber realistisch bleiben. Wenn du 1,50 Meter groß bist, wird es für dich schwierig ein Basketballprofi zu werden. Realistisch sind zum Beispiel 0,5-1 Kilo pro Woche abnehmen oder 5-10 Kilo Muskelmasse pro Jahr zuzulegen.

Und du solltest dir eine Frist setzen, bis wann du dein Ziel erreichen möchtest. Diese Frist sollte aber nicht als absolute Deadline verstanden werden, sondern als wünschenswertes zeitliches Ziel. Bist du auf einem guten Weg, aber erreichst dein Ziel noch nicht zum festgelegten Termin, dann kannst du die Frist auch nach hinten herausschieben. Die Terminierung ist dafür da, dass dein Ziel verbindlich wird, sollte aber keine Stresszustände auslösen.

Beispiel

"In 6 Monaten laufe ich drei mal pro Woche mindestens 5 Kilometer am Stück in unter 30 Minuten."

Das wäre ein positiv formuliertes, SMART definiertes Ziel, wenn du abnehmen möchtest. Wenn du dein Gewicht reduzieren möchtest, solltest du dir auf gar keinen Fall vornehmen, "dass du 10 Kilo abnimmst". Wenn du dein Ziel so formulierst, wirst du immer an den langen schwierigen Prozess des Abnehmens erinnerst. Eine bessere Alternative wäre sich vorzunehmen 60 Kilo zu wiegen. Am besten wäre es ein sportliches Ziel zu definieren, das dem Abnehmen dienlich ist. Zum Beispiel regelmäßiges Ausdauertraining. Das Problem an Gewichtszielen ist, dass du dich womöglich nicht auf deinen Körper und was gut für diesen ist konzentrierst, sondern auf eine (aufgezwungene) Gewichtsangabe. Was ist denn, wenn du dir 60 Kilo als Ziel nimmst, dich aber bei 65 Kilo großartig und so gut wie noch nie fühlst. Sobald du weiter abnimmst, nimmt auch dieses Gefühl ab. Würdest du trotzdem bis auf 60 Kilo runter gehen mit dem Gewicht?

Ziele sichtbar machen

Es gibt keine kleinen Erfolge!

Wenn du dir dein Ziel definiert hast, solltest du dir eine Strategie suchen, wie du dein Ziel erreichst und Zwischenziele festlegen. Dabei ist es wichtig, dass die Zwischenziele recht einfach erreicht werden können. Jeder Schritt in Richtung deines großen Zieles wird damit zum Erfolg und motiviert dich den nächsten Schritt zu machen. Ein positiver Umgangston mit sich selber wird hier erzeugt und nach Rückschlägen kommst du schneller wieder zurück in die Spur.

Damit deine Ziele sichtbar werden, kannst du vorher-nachher-Fotos machen, dir ein Kleidungsstück suchen, in das du herein wachsen möchtest oder Zahlen von Umfangmessungen etc nutzen. Wenn du doch dein Gewicht mit einbeziehen möchtest, solltest du eine Körperfettanalysewaage nutzen. Optimalerweise mit Fuß und Handsensoren, da diese Waagen mit Strom arbeiten und Strom sich immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht. Es kann nämlich sein, dass dein Gewicht gleich bleibt, wenn du trainierst, sich aber deine Körperzusammensetzung verändert. Weniger Fett und mehr Muskeln sind ein Erfolg.

Solltest du deinem großen Ziel nicht näher kommen, solltest du die Strategie ändern, nicht das Ziel. Jeder von uns ist individuell und was für deinen Partner/Freund/Nachbarn klappt, muss nicht auch für dich klappen oder auch dir Spaß machen. Probiere ein bisschen herum und immer mal wieder neue Sachen aus, bis du das gefunden hast, was dir Spaß macht und was dich deinem Ziel näher bringt. Da Fitness regelmäßig und dauerhaft durchgeführt werden sollte, hast du genug Zeit, um das zu finden, was dir Spaß macht.