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Mobility Training vs Stretching

Unterschied Mobility-Training und Stretching

Beweglichkeitstraining wird relativ selten gemacht. Dabei gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten, wie wir unseren Bewegungsradius erhöhen. Auf der einen Seite gibt es statisches Stretching, bei dem man eine Dehnposition einnimmt und diese für eine bestimmte Zeit hält. Das sollten mindestens 90 Sekunden sein. Stretching wirkt vor allem auf das myofasziale Gewebe, also Bänder, Sehnen und Gelenkkapseln. Dabei ist die Bewegung passiv, da man eine Position einnimmt und hält. Dadurch arbeitet man mit weniger motorischer Kontrolle. Ist die motorische Kontrolle niedrig, gelangen viel weniger Impulse in das Bewegungszentrum unseres Gehirns. Hier sind die Bewegungen als Landkarten, so genannte Body Maps, abgespeichert. Je mehr Impulse bei einer Bewegung rückgemeldet werden, desto besser verknüpft sich die Body Map und desto besser wird die aktive Ansteuerung.

 

 

Hier kommt Mobility Training ins Spiel. Beim Mobility Training aktiviert man durch Bewegung die zu den myofaszialen Gewebe zugehörigen Muskeln und deren Ansteuerung. Beim Mobility Training hält man sich nicht in einer Position statisch, sondern benutzt rhythmische und dynamische Bewegungsabläufe.

 

 

Da die Muskulatur aktiviert wird, eignet sich Mobilitytraining besser zum Warm machen, als das passive Stretching. Beim Stretching richten sich die Kollagenfibrillen nach der Zugrichtung aus. Kurzfristig wird der Muskel dadurch verlängert. Die Elemente, die sich im Muskel zusammenziehen, können dadurch aber schlechter arbeiten. In diesem Zustand ist der Muskel weniger vor Überdehnung geschützt. Betreibt man zu starkes Stretching vorm Sport, kann die Leistung eingeschränkt werden. Auch nach dem Sport eignet sich statisches Stretchen nicht, um die Erholung zu fördern.

 

 

Stretching hat trotzdem seine Berechtigung: Vor allem im Rehabereich und im Gesundheitssport nach Verletzungen wird Stretching zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit eingesetzt.

 

Fazit

Statisches Stretching ist passiv und sollte nur eingesetzt werden, wenn du dich wirklich gut damit fühlst. Mobility Training steuert aktiv die Muskulatur an und verbessert dadurch deine Bewegungseffizienz. Vorm Training solltest du lieber auf Mobility-Übungen zurückgreifen.