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Training unter Schmerzen

Dieser Artikel kann, wenn überhaupt, dir helfen eine Idee davon zu bekommen, wie das Training aussehen sollte, wenn du Schmerzen hast. Eine genaue Diagnose und Handlungsempfehlungen bekommst du nur, wenn du mit einem Experten zusammen arbeitest. Solltest du Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich haben, dann schreibe mir eine Nachricht.

Richtlinien fürs Training mit Schmerzen

  1. Herausfinden, woher die Schmerzen kommen
    Dazu hilft eine Unterscheidung in akute und chronische Schmerzen. Akute Schmerzen treten erst seit kurzer Zeit auf (maximal 3 Monate). Sie können mit einem auslösenden Ereignis in Zusammenhang gebracht werden.
    Chronische Schmerzen treten schon länger als 3 Monate auf. Hier kann man die Schmerzen meistens nicht mehr dem auslösenden Ereignis zuordnen.
  2. Bewegungen herausfinden, die den Schmerz nicht verschlimmern
    Nun solltest du herausfinden, welche Bewegungen du machen kannst. Ziel ist es um den Schmerz herum zu trainineren. Sollte zum Beispiel das anheben des Armes zur Seite schmerzhaft sein, nach vorne aber nicht, dann heb den Arm nach vorne.
    Versuch bitte nicht, durch den Schmerz hindurch zu trainieren. Das verbessert den Schmerz nicht, reizt aber die Strukturen, die den Schmerz auslösen. Wenn du deine Hand aus Reflex von etwas heißem (z.B. Herdplatte) zurück ziehst, dann kommst du ja auch nicht auf die Idee, die Hand da wieder drauf zu legen, um zu gucken, ob du es dann besser aushalten kannst.
  3. In Bewegung bleiben
    Versuche dich so viel wie möglich zu bewegen. Wenn du Nackenschmerzen hast, dann heißt das, dass du diesen Bereich so viel wie möglich bewegen sollst. Bewegung ist Leben. Der Körper braucht Bewegung. Auch hier sollte die Bewegung den Schmerz nicht verschlimmern, sondern verbessern.
    Werde erfinderisch. Probiere alle Bewegungen aus, die dir einfallen. Dein Körper sagt dir durch den Schmerz, was gut ist und was nicht.
  4. Belastung steigern
    Wichtig und oft vergessen: Steigere deine Belastung. Je mehr du im Training leistest, desto leistungsfähiger wird deine Muskulatur. Der Unterschied zum Training ohne Schmerzen: Arbeite submaximal. Das heißt, dass du nicht an deine Belastungsgrenze gehen solltest, da die Strukturen (gerade bei chronischen Schmerzen) schon überlastet sind.